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Präzise Steuerung: Eine eingehende Analyse der fünf zentralen Prozessparameter, die die Qualität von PET-Vorformlingen bestimmen

Aug.31.2026

Das Spritzgießen von PET-Vorformlingen ist ein physikalisch hochsensitiver Prozess. Selbst geringfügige Abweichungen können zu Fehlern wie Aufhellen, Silberstreifen, ungleichmäßiger Wanddicke oder überhöhten Acetaldehyd-(AA-)Konzentrationen führen. Im Folgenden werden fünf zentrale Prozessparameter aufgeführt, die in der technischen Praxis streng kontrolliert werden müssen.

1. Trocknungsprozess: Die Kunst von Taupunkt und Temperatur

PET ist ein feuchtigkeitsaufnehmender Kunststoff; bei unvollständiger Trocknung führt Hydrolyse zu einem Abfall der Molekularmasse und beeinträchtigt dadurch unmittelbar die Festigkeit der Flasche.

Grundlegende Logik: Die Trocknungstemperatur sollte zwischen 170 °C und 175 °C liegen, die Trocknungszeit mindestens 4–6 Stunden betragen.

Kritische Kenngrößen: Der Feuchtigkeitsgehalt des Rohstoffs beim Eintritt in den Trichter muss unter 0,002 % (20 ppm) liegen. Die Taupunktmesswerte müssen konstant unter −40 °C bleiben.

2. Einspritzgeschwindigkeit: Mehrstufige Druckregelung

Aufgrund der hohen Viskosität und Scherempfindlichkeit der PET-Schmelze wird beim Einspritzprozess üblicherweise eine „langsam–schnell–langsam“-Strategie angewandt.

Prozesseinstellungen: Zu Beginn des Durchtritts durch das Tor wird eine niedrige Geschwindigkeit gewählt, um Luftporen zu vermeiden; eine mittlere bis hohe Geschwindigkeit dient zum Füllen des Formhohlraums; kurz vor vollständiger Füllung wird auf eine niedrige Geschwindigkeit umgeschaltet, um den Halte-Druck aufzubringen und Gratbildung zu verhindern.

Parameterempfehlung: Der Einspritzdruck wird in der Regel zwischen 100 und 140 MPa eingestellt, abhängig von der Wandstärke des Preforms.

3. Kühlzeit: Die Engstelle des Produktionszyklus

Bei der Spritzgussfertigung von PET-Preforms macht die Kühlzeit oft 80 % der gesamten Zykluszeit aus.

Technische Details: Die Temperatur des Formkühlwassers sollte zwischen 8 °C und 12 °C gehalten werden.

Wichtige Hinweise: Unzureichende Kühlung kann zu sekundärer Kristallisation im Kern des Preforms führen und damit zur Aufhellung („Whitening“); übermäßige Kühlung erhöht den Energieverbrauch und verlängert den Zyklus.

4. Gegendruckregelung: Sicherstellung der Plastifizierungsqualität

Der Gegendruck bestimmt die Schmelzequalität und die Entgasungseffizienz während des Schneckeneinziehens.

Parameterlogik: Ein zu niedriger Gegendruck kann zur Einschließung von Luft oder ungeschmolzenen Partikeln in der Schmelze führen; ein zu hoher Gegendruck verursacht Scherüberhitzung und erhöht den AA-Gehalt. Empfohlener Wert: Üblicherweise zwischen 0,5 und 1,5 MPa eingestellt, wobei eine Feinabstimmung in Abhängigkeit von der Schneckendrehzahl erforderlich ist.

5. Halte- und Umschaltpunkt: Vermeidung von Senkungen und inneren Spannungen

Ziel der Haltephase ist es, die volumetrische Schrumpfung beim Abkühlen des PET auszugleichen.

Kernstrategie: Der Halte-Druck wird üblicherweise auf 50–70 % des Einspritzdrucks eingestellt.

Umschaltlogik: Der Wechsel in die Haltephase erfolgt, sobald die Einspritzposition über 95 % erreicht ist, um eine Überfüllung des Formhohlraums und die Entstehung innerer Spannungen zu vermeiden; dies ist entscheidend für die Gewährleistung einer gleichmäßigen Qualität im anschließenden Blasformprozess.

Zusammenfassung: Die Essenz der PET-Vorformlingsherstellung liegt in der präzisen Steuerung der Wärme. Nur durch die Festlegung dieser kritischen Parameter in Standardarbeitsanweisungen (SOPs) kann bei der Großserienfertigung eine stets hohe Ausbeute gewährleistet werden.

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